Praxisklinik im Merianforum - Zahnärzte Prof. Dr. Dr. M. Farmand, Dr. F. Farmand, Dr. Kaindl

DVT-Röntgen mit 3D-Darstellung

Die Röngtendiagnostik in der Zahnheilkunde ist mittlerweile zu einem unabdingbaren Instrument in Hinblick auf eine gezielte Diagnostik im Mund-Kiefer-Gesichtsbereich geworden.

Mit den Möglichkeiten der digitalen Röntgenaufnahmetechnik ist es in den letzten Jahren möglich geworden, die Strahlenbelastung um ein vielfaches zu reduzieren.

Anhand der herkömmlichen Aufnahmen – Kleinbild u. Panoramaschichtaufnahme (OPG) – war es möglich, eine Vielzahl von diagnostischen Aussagen zu treffen. Jedoch war gerade bei unklaren Befunden oder auch bei komplexen anatomischen Strukturen die Aussagekraft nur beschränkt möglich.

Anhand neuerer Verfahren, wie der digitalen Volumentomographie (DVT), einer dreidimensionalen Röntgendiagnostik, ist es möglich, gewisse anatomische Strukturen, wie z.B. Nervverläufe, Ausdehnung der Kieferhöhlensepten, etc. zu beurteilen. Das DVT ist v.a. für den Mund-, Kiefer-  u. Gesichtsbereich aussagekräftig. Alternativ hierzu gab es vor deren Entwicklung nur die dreidimensionale Abbildungsmöglichkeit in Form eines Computertomogramms (CT).

Die allgemeinen Vorteile des DVT´s liegen jedoch klar auf der Hand:

  1. Deutliche geringere Strahlenbelastung (als CT)
  2. Keine Dauerstrahlbelastung, da „gepulste“ Strahlung: Aus einzelnen Voxeln wird ein 3D-Volumen errechnet, welches sich aus drei Ebenen zusammengesetzt:
    • axiale Ebene
    • koronale Ebene
    • transversale Ebene
  3. Exakte Darstellung der knöchernen Strukturen und der Zahnhartsubstanzen, ebenfalls geringe Weichteildarstellungen möglich
  4. Deutlich reduziertes Risiko einer Verletzung von benachbarten Strukturen (z.B. Nerven) bei operativen Eingriffen (Weisheitszähne, Implantate, Knochenaufbauten)
  5. Exakte präimplantologische Diagnostik und Planungen

Vor allem im mund-, kiefer- u. gesichtschirurgischen Bereich ist das DVT eine große Stütze, wie z.B. bei der Diagnostik von Frakturen, ausgedehnten Kieferzysten, etc., aber auch fast nahezu in jedem Teilgebiet der modernen Zahnheilkunde wie der Parodontologie (Erkrankungen des Zahnhalteapparates, Knochens) oder Endodontologie (Wurzelbehandlung) kann das DVT eine wichtige und sinnvolle Stütze sein zur Beurteilung von z.B. dreidimensionalen Knocheneinbrüchen (Parod.) oder komplexe Wurzelkanalstrukturen.

Natürlich muss die Notwendigkeit einer 3D-Aufnahme bei jedem Patienten individuell festgelegt werden und sollte daher nur nach sorgfältiger Anamnese und entsprechender unklarer Diagnostik und Risikoeinschätzung vor operativen Eingriffen erfolgen.